Vorlesungen Diplom

Vorlesungen im Diplomstudiengang werden - je nach Turnus - letzmalig im WS 2011/2012 bzw. im SS 2012 angeboten!

 

Grundstudium:

Externes Rechnungswesen (6 KP / SS)

Die Veranstaltung (Vorlesung und Tutorium, je 2 SWS) führt in die Grundlagen des externen Rechungswesens, Buchführung und Jahresabschluss ein. Zu Beginn der Veranstaltung wird ein Überblick über Buchführung, Bilanz und Erfolgsrechnung als Teilgebiete des betrieblichen Rechnungswesens gegeben. Im Vordergrund stehen dabei die Aufgaben der Buchführung, die gesetzlichen Grundlagen sowie die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung. Daran anschließend werden die Grundlagen der Buchungstechnik vermittelt. Den Schwerpunkt der Vorlesung bildet die Buchung typischer Geschäftsvorfälle bei Handels- und Industrieunternehmen.

 

ABWL:

Steuern und betriebliche Entscheidung (4 SWS / 6 KP / WS)

In der Veranstaltung (Vorlesung und Übung, je 2 SWS) werden die wichtigsten Steuerarten (wie Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Umsatzsteuer) systematisch dargestellt. Für Diplom-Studierende bildet die Veranstaltung die Grundlage für das Studium des Wahlfachs "Betriebliche Steuerlehre".

 

Vorlesungen zum Wahlfach Betriebliche Steuerlehre:

Studierende im Diplom-Studiengang, die "Internationale Ertragsbesteuerung" bereits für 3 KP absolviert haben und damit im Wahlfach nicht auf die erforderliche Kreditpunktezahl kommen, können sich eine der unter Wahlpflichtblock genannten Vorlesungen von Frau Prof. Dr. Thies bzw. Herrn Prof. Dr. Kube innerhalb des Wahlfachs anrechnen zu lassen!

  • Besteuerung von Personen- und Kapitalgesellschaften  (4 SWS / 6 KP / SS)

  • Die Veranstaltung (Vorlesung und Übung, je 2 SWS) behandelt in systematischer Darstellung die Besteuerung von Unternehmen auf Grundlage des geltenden Rechts. Anahnd ausgewählter Sachverhalte werden zentrale Probleme der Besteuerung von Personen- und Kapitalgesellschaften vertiefend erörtert. Diese Veranstaltung setzt grundlegende Kenntnisse des Steuerrechts voraus (wie sie etwa in meiner ABWL-Vorlesung im Wintersemester erworben werden können).

  • Steuerbilanzen (4 SWS / 6 KP / SS)

  • Gegenstand der Veranstaltung (Vorlesung und Übung, je 2 SWS) ist die ertragsteuerliche Gewinnermittlung. Erörtert werden insbesondere - vor dem Hintergrund der höchstrichterlichen Bilanzrechtsprechung - die fundamentalen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze.

  • Internationale Ertragsbesteuerung (ab WS 11/12: 4 SWS / 6 KP / WS)

  • Die Veranstaltung (Vorlesung und Übung, je 2 SWS) behandelt die Grundlagen der Internationalen Ertragsbesteuerung. Erörtert wird insbesondere, wie die nationalen Steuerrechtsordnungen zusammen wirken, koordiniert werden, welche zentralen Probleme hierbei entstehen und welche Einflussfaktoren die Steuerlast determinieren.

 

Vorlesungen für den Wahlpflichtblock:

  • Besteuerung international tätiger Unternehmen (2 SWS / 3 KP / SS)

  • Angeboten von Frau Prof. Dr. Thies als Blockveranstaltung.

    Die Veranstaltung befasst sich mit aktuellen Fragen der Besteuerung international tätiger Unternehmen. Berücksichtigt werden insbesondere die neueren Entwicklungen im Einkommensteuerrecht, Außensteuerrecht sowie im Recht der Doppelbesteuerungsabkommen.

  • Steuerplanung bei Unternehmenstransaktionen und -restrukturierungen (2 SWS / 3 KP / WS)

  • Angeboten von Frau Prof. Dr. Thies als Blockveranstaltung.

    Die Veranstaltung befasst sich mit Fragen der Besteuerung im Falle von Unternehmenskäufen und -verkäufen sowie gruppeninternen Restrukturierungen. Erarbeitet werden insbesondere steuereffiziente Akquisitions- und Verkaufsstrukturen im Zusammenhang mit Unternehmensbeteiligungen inländischer oder ausländischer Investoren in Deutschland. Ferner berücksichtigt die Veranstaltung steuerliche Fragen bei Börsengängen und befasst sich mit den grundlegenden Regelungen des Umwandlungsteuergesetzes (z.B. für Verschmelzungen, Einbringungen und Spaltungen). Zur Verdeutlichung der gesetzlichen Regelungen werden praxisrelevante Fälle diskutiert. Als begleitende Lektüre seien einschlägige Wirtschaftszeitungen empfohlen!

  • Einführung betriebswirtschaftlicher Steuerungsinstrumente bei Bund und Ländern (2 SWS / 3 KP)

  • Angeboten von Herrn Dr. Ulrich Keilmann.

    In der öffentlichen Verwaltung vollzieht sich derzeit ein Paradigmenwechsel von der Kameralistik zur Doppik. Der Beratungsbedarf ist sehr groß und langfristig angelegt. Dennoch wird dieser Sektor gerne vernachlässigt und oft belächelt - zurecht? Um sich fundiert mit der Thematik auseinandersetzen zu können, soll(en) das Basiswissen des Haushaltsrechts und der Haushaltssystematik vermittelt, die wesentlichen Haushaltsgrundsätze und Verfahrensabläufe aufgezeigt, die tragenden Rechtsgrundlagen erarbeitet, die bisherigen Systemdefizite analysiert, der Sachstand zur Modernisierung der Haushaltswirtschaft von Bund und Ländern dargestellt, die detaillierten Wesenszüge einer anreizorientierten Ausgabenbudgetierung anhand eines exemplarischen Modells ausgearbeitet und (bei Interesse) aktuelle finanzverfassungsrechtliche Frage- und Problemstellungen gelöst werden.

  • Allgemeines Steuerrecht (2 SWS / 3 KP / SS)

  • Angeboten von Herrn Prof. Dr. Kube (Jura).

    Ziel der Vorlesung ist es im ersten Schritt, in das Steuerrecht einzuführen und seine Grundlagen zu verdeutlichen. Insbesondere sollen hierbei die Einbettung des Steuerrechts in das System öffentlicher Abgabenarten und der Rahmen, den das Finanzverfassungsrecht setzt, vorgestellt werden. Im Vordergrund stehen weniger begriffliche Unterscheidungen zwischen den verschiedenen Abgabentypen, mehr die praktischen Konsequenzen des jeweiligen Finanzierungsmodus. Was bedeutet es etwa, wenn wir die Universitäten aus Studiengebühren oder aus allgemeinen Steuermitteln finanzieren? Im engeren steuerlichen Bereich stellt sich die Frage, warum wir eine Vielzahl von Steuern und nicht eine einzige Steuer haben. Wie sieht ein sinnvolles Steuersystem aus? Welche Vorkehrungen gibt es gegen eine übermäßige Belastung der Steuerpflichtigen? Zu dem Vorlesungsinhalt gehören auch die politisch brisanten Fragen der Ausgabenverantwortung und der Aufkommensverteilung zwischen Bund und Ländern. Im weiteren Verlauf der Vorlesung werden die Vorschriften des steuerlichen Verfahrensrechts und Rechtsschutzes erarbeitet. Der Unterricht wird auf die Felder konzentriert, bei denen Abweichungen vom allgemeinen Verfahrens- und Prozessrecht bestehen. Behandelt werden u.a. der Begriff des Steuerbescheides und dessen Funktion, Erlass und Änderung von Steuerbescheiden, das Institut des Haftungsbescheides, Fragen bezüglich Steueranmeldung, die Festsetzungsverjährungsfristen, die Bedeutung eines Grundlagenbescheides sowie die Voraussetzungen eines Einspruchs.

  • Umsatzsteuerrecht (2 SWS / 3 KP / WS)

  • Angeboten von Herrn Prof. Dr. Kube (Jura).

    Die Umsatzsteuer ist neben der Einkommensteuer die mit Abstand aufkommenstärkste Steuer in Deutschland. Sie ist für den Fiskus und ebenso für das Wirtschaftsleben von großer Bedeutung. In der Veranstaltung werden die Strukturen des Umsatzsteuerrechts detailliert erarbeitet. Im Einzelnen werden - nach einem Überblick über den Umsatzsteuertatbestand - der umsatzsteuerrechtliche Unternehmer als Steuerpflichtiger, der Gegenstand der Umsatzsteuer (Lieferung oder sonstige Leistung), der Steuersatz, das besondere System des Vorsteuerabzugs, verfahrensrechtliche Fragen, Gesellschaft und Gesellschafter im Umsatzsteuerrecht und schließlich die Umsatzsteuer im grenzüberschreitenden Verkehr, insbesondere das EG-rechtliche Besteuerungssystem nach der Systemrichtlinie, behandelt. Die Veranstaltung ist als Vorlesung ausgestaltet, zugleich aber fall- und damit übungsorientiert.

 


 

Studierende der Rechtswissenschaften sind eingeladen, als Ergänzung zu den Veranstaltungen von Herrn Prof. Kube an meinen Veranstaltungen zur Betrieblichen Steuerlehre teilzunehmen. Die Prüfungsordnung der juristischen Staatsprüfung lässt nicht zu, entsprechende Leistungen für das Staatsexamen anrechnen zu lassen. Daher biete ich an, an meinen regulär angebotenen Klausuren am Ende des jeweiligen Semesters teilzunehmen, um einen „benoteten Teilnahmeschein“ als Nachweis für die erfolgreiche Teilnahme zu erhalten.